Laut StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung), müssen alle Veränderungen an einem Fahrzeug, zum Beispiel Veränderungen der Höchstgeschwindigkeit und des Hubraums, in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden, das gilt ganz besonders für die Umprogrammierung eines Original-Chips, oder den Einbau eines Tunings- Chips, zur Veränderung einer Motorleistung.

Indem beim Chiptuning, das Kennfeld von Einspritzsystem und Zündanlage modifiziert wird, erfolgt auch gleichzeitig ein Eingriff in die Motorsteuerung. Da eine Veränderung (Erhöhung) der Höchstgeschwindigkeit und des Hubraums, oftmals zur Verschlechterung der Abgaswerte und zur Erhöhung des Geräuschepegels führen kann, erlischt somit auch nach § 19 Abs. 2 StVZO die Betriebserlaubnis für dieses Fahrzeug.

Liegt aber für diesen Tuning-Chip, eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile) oder ein Teilgutachten vor, und hat ein amtlich anerkannter Prüfingenieur oder Gutachter auf Grund dieser Unterlagen ein positives Gutachten erstellt, bleibt die Gültigkeit der Betriebserlaubnis erhalten.

Für die Erstellung einer ABE oder eines Teilgutachtens, muss der Programmierer oder der Chip-Hersteller, einen zuständigen technischen Dienst beauftragen (akkreditiertes Laboratorium), der dann für jedes Fahrzeug das umgerüstet werden soll, folgende Prüfungen vornimmt:

  • Motorleistungsmessung nach EG-Richtlinie 80/1269/EWG
  • Höchstgeschwindigkeitsmessung nach der ECE-Regelung Nr.68
  • Überprüfung der Bremswirkung wegen erhöhter Höchstgeschwindigkeit
  • Abgasmessung nach den Vorschriften der EG-Richtlinie 70/220/EWG
  • Fahrgeräuschmessung nach den Vorschriften der EG-Richtlinie 70/157/EWG

Falls für keins, der umzurüstenden Fahrzeuge ein ABE oder Teilgutachten vorliegt, muss sich jedes einzelne Fahrzeug dieser oben genannten Prüfungen unterziehen, was für den Fahrzeughalter sehr teuer werden kann.

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