Für die Berechnung der Prämien der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es einen Index, der als Typklasse bezeichnet wird und die Fahrzeuge entsprechend enteilt. Dieser Wert wird durch unabhängige Gutachter ermittelt und findet stets am 1.Oktober jeden Jahres statt. Die Berechnung findet statt, indem die Summe aller Schadensaufwendungen durch die Zahl der Unfälle geteilt wird, wodurch man den aktuellen Schadensbedarf eines Modells errechnen kann. Durch die Versicherungsprämien aller Versicherten dieses Modells werden nun zukünftige Schadensfälle genau dieser Klasse durch die Versicherung behandelt. Das frühere System hinter der Einteilung in Typklassen war dagegen recht simpel gehalten, denn hier wurde lediglich die Leistung des Fahrzeuges in kW oder PS berücksichtigt.
Der Sinn hinter einer solchen Einteilung von Fahrzeugen in Typklassen ist der, dass eine möglichst gerechte Zuordnung der Versicherungsbeiträge gewährleistet werden soll. Wenn also bei einem bestimmten Modell weniger Unfälle und Schäden auftreten, wird in einem solchen Fall auch die Prämienzahlung weniger werden. Auch die Reparaturkosten sollen durch diese Vorgehensweise gesenkt werden. Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass die Hersteller der Fahrzeuge dazu ermutigt werden soll, ihre Modelle möglichst reparaturfreundlich zu bauen. Die jährliche Begutachtung der Modelle dient daher dem Zweck, auf eventuelle Neuheiten oder Veränderungen der Modelle Rücksicht zu nehmen. Seit 2008 gibt es viele Änderungen bezüglich der Einstellung, die bei fast 70% aller Versicherungsfälle zum Tragen kommen. Grund dafür ist die verbesserte Einstufung älterer Fahrzeuge, die bislang relativ hoch angesiedelt waren. Im Gegensatz dazu werden allerdings auch Neuwagen etwas schlechter als zuvor dargestellt.
Interessierte können ihr Fahrzeug im Typklassenverzeichnis anhand einer Schlüsselnummer ausfindig machen.



